Wie viel Schlaf ein Kind braucht

| 8. Jul. 2011 | Kommentare (0)

Schlafendes Kind.

Als Babys lassen sie einen nicht schlafen, in der Schule kommen sie nicht aus dem Bett. Und immer drängt die Frage: Wie viel Schlaf ist gesund für mein Kind – und wie wenig ist ungesund?

Spätestens mit Kleinkindern im Haushalt ist es vorbei mit dem Ausschlafen an Wochenenden. Pünktlich mit dem Morgengrauen entern sie das Schlafzimmer ihrer Eltern und fordern die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Die gute Nachricht: Diese Phase legt sich mit dem Eintritt in die Schule und wird in Richtung Pubertät vom täglichen Kampf begleitet, das Kind aus dem Bett zu bringen.

Was bleibt, ist die Frage, wie viel Schlaf Kinder eigentlich brauchen. Denn fest steht: Viele Schulkinder und Teenager schlafen zu wenig, mit negativen Auswirkungen auf ihre schulischen Leistungen und ihre Gesundheit.

Wie viel Schlaf für ein gewisses Alter angebracht ist, hängt natürlich vom Indivuduum hat, doch es gibt gewisse Richtwerte, an die sich Eltern halten können, um das Schlafverhalten ihrer Kinder einzuschätzen.

Richtwerte für jedes Alter

  • Neugeborene brauchen 12 bis 18 Stunden Schlaf am Tag
  • Ein- bis Dreijährige kommen mit 12 bis 14 Stunden aus.
  • Im Vorschulalter sind 11 bis 13 Stunden zu empfehlen.
  • Und im Alter von 6 bis 10 Jahren genügen meist 10 bis 11 Stunden.

So weit, so Theorie. Denn viele Schulkinder, so berichten Lehrer, schlafen viel weniger. Woher sie das wissen? Aus den Erzählungen zum vorabendlichen Fernsehprogramm, die den Schluss zulassen, dass viele Kinder kaum vor 11 Uhr abends ins Bett gehen.

Wer zu wenig schläft, lernt auch weniger

Im amerikanischen “Sleep Journal” wurden die Ergebnisse einer Studie zum Thema veröffentlicht: Diese zeigten, dass die meisten der beobachteten High School-Kids täglich chronisch verschlafen in die Schule kam. Die folgen, so die Autoren, waren “drei Frontalschläge aufs Lernverhalten.”

  • Die Schulkinder waren nicht wach genug, um die Informationen zu verarbeiten, die Thema war.
  • Ihre generelle Aufnahmenfähigkeit war deutlich reduziert.
  • Durch den kurzen Schlaf in der Nacht konnten auch die Informationen des Tages kaum gefestigt werden – Schlaf dient auch der Verarbeitung und Konsolidierung des über einen Tag gesammelten Wissens.

Gegen diesen fatalen Teufelskreis helfen am besten strikte Regeln wie eine fixe Bettgehzeit an Wochentagen, die die nötige Schlafzeit garantiert.

Diese Bettgehzeit sollte von einer Ruhephase eingeleitet werden, damit die Kinder schnell einschlafen können. Vor allem körperliche Aktivitäten knapp vor dem Zubettgehen sind ncihtzu empfehlen. Und auch Fernsehen wühlt auf.

Etablieren Sie ein tägliches Ritual vor dem Schlaf, das an die Gutenachtgeschichte aus frühester Kindheit anknüpft. Damit hat es nicht umsonst so gut funktioniert, die Kinder ins Bett zu kriegen.

Die Elternhelfer sagen: Den während einer Woche verpassten Schlaf am Wochenende nachzuholen, nutzt übrigens auch wenig. Das stört bloß den Biorhythmus. Aber das wissen sie als Erwachsene sicher am besten.

Foto: KatrinKet, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Via Facebook kommentieren

Einen Kommentar hinterlassen




Sie wollen ein Profilbild für Ihren Kommentar? Dann nutzen sie Gravatar.