Radiobeitrag: Das umsorgte Kind. Eine Nervensäge mit Angst vor Neuem

| 7. Okt. 2011 | Kommentare (2)

Sind Kinder heute kränker als früher? Eher übertreiben es viele Eltern mit ihrer Fürsorge. Ein kritischer Radiobeitrag von Erziehungswissenschaftlerin Astrid von Friesen.

“Sind Kinder heute kränker als vor 20 Jahren?”, fragt die Erziehungswissenschaftlern Astrid von Friesen in diesem empfehlenswerten Radiobeitrag fürs Deutschlandradio. Fakt sei, so Friesen weiter: “Mehr Kinder sind in Behandlung als früher. Doch übertreiben es manche Eltern auch mit der Sorge um ihren Nachwuchs.”

Zitat:

“Ob Kinder wirklich kränker sind als noch vor 20 oder 30 Jahren, weiß […] niemand so recht […] Gesteigert haben sich jedoch die Behandlungszahlen. Gut so! 

Einerseits. Denn das heißt, Eltern und Erzieher gucken besser hin, nehmen differenzierter wahr, was mit den Kindern los ist und es wird rascher und tabuloser zum Arzt, Logo-, Ergo- oder Kindertherapeuten gegangen. In manchen Schulklassen befinden sich bereits zwei Drittel zeitweilig in Therapien. Da kann es fast nicht mehr passieren, dass ein Kind wegen Sehschwierigkeiten nicht lesen lernt. Dies würde bereits im Kindergarten bemerkt werden.

Wie immer im Leben gibt es jedoch auch ein Andererseits. Wir nennen es Hysterie; die beinhaltet den überzogenen Wunsch nach Bewunderung, es liegt eine mangelhafte Auseinandersetzung mit der Realität vor und die Fixierung auf die eigene Familie ist überdurchschnittlich groß.”

Hören Sie den ganzen Radiobeitrag im folgenden Player:

Das umsorgte Kind. Eine Nervensäge mit Angst vor Neuem. Von Astrid von Friesen»

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Kommentare (2)

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