Freund oder Feind? Soziale Netzwerke in der Schule
Sollen Soziale Netzwerke in den Schulen eine stärkere Rolle spielen? Erzieher meinen: Es gibt Gefahren – aber die Vorteile überwiegen.
Die digitale Welt bietet der Schulerziehung so viele Möglichkeiten wie noch nie zuvor. Aber weil mit dem Internet auch unpassendes Material sowie gefährliche Kontaktpersonen an den Schüler gelangen können, zögern Erzieher noch immer beim Pochen auf stärkere Integration der neuen Tools. Und obwohl Netzwerke wie Facebook und MySpace gemeinsam mit Lehrer – und Elternvereinigungen an besseren Sicherheitsmaßnahmen arbeiten, sind konservative Kritiker oft generell gegen die Integration der neuen Technologien in den Schulen.
Für die Schüler selbst aber überwiegen mit Abstand die Vorteile, ein Sachverhalt, der auch von verschiedenen Studien unterstrichen wird. So fand eine Untersuchung der Uni Minnesota bei Schülern im Alter von 16-18 Jahren, dass die Beschäftigung mit Sozialen Netzwerken mit einer sehr aufgeschlossenen Haltung gegenüber den Technologien des 21. Jahrhunderts einhergeht. Die neuen Tools „fördern die Kreativität der Studenten und intensivieren die Kommunikation, originale Werke aus Poesie und Film werden ausgetauscht.“
Tatsache: Schüler lieben die neuen Tools
Das ist noch lange nicht alles. Positive Effekte der Netzwerke seien auch generell im Willen der Schüler zum Werk festzustellen. Nach experimentellen Projekten, die Soziale Netzwerke sowie Tools wie Twitter inkludierten, nahmen Lehrer in Oregon zur Kenntnis, dass die Leistungen der Schüler um 50% nach oben gingen, die Schulabsenzen um 30% zurück. Die Schüler waren sogar willens, extra Arbeiten zu übernehmen, ohne dafür Kredit in Form von Noten zu erwarten.
Fazit: Soziale Netzwerke können den Leistungswillen der Schüler verbessern. Kleines Problem am Rande: Die Integration entsprechender Tools in die Schulen ist nicht billig.
Mehr Info: Erzieher über Neue Technologien im Klassenzimmer (engl.)
Foto: Zoovroo, Lizenz: CC BY-ND 2.0




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